8. Juli 2018 twotypes

„Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg“

Baskets 96 Rahden stellen Zweitliga-Team zusammen

Rahden (are). Die vergangene Spielzeit war ein Ausflug in eine andere Welt. Ein Jahr in der stärksten Rollstuhlbasketball-Liga der Welt, das den heimischen Korbjägern trotz des Abstiegs mächtig gefallen hat. Darum haben die Baskets 96 Rahden nur ein Ziel: Den direkten Wiederaufstieg! Dafür wird dieser Tage bereits am finalen Kader gearbeitet. Trainer Josef Jaglowski trommelt seinen Kaderstamm sowie mögliche Neuzugänge bei einem Tryout zusammen. Der Coach erklärt: „Wir sichten noch einige interessante Kandidaten, um dann zwei starke Teams für die 2. Liga und die Regionalliga stellen zu können.“ Unter den Spielern befinden sich, wie schon im vergangenen Jahr, einige Hochkaräter.

Hier liegt auch eine der größten Baustellen der Rahdener. Mit dem argentinischen Nationalspieler und WM-Teilnehmer Cristian Gomez hat ein Schlüsselspieler den Verein verlassen, auch Landsmann und Spielmacher Ruggeri steht den Baskets 96 nicht mehr zur Verfügung. Dennoch ist Vereinsgründer und Präsident Stephan Rehling guter Dinge: „Wir kennen die Liga bestens, können also auf reichlich eigene Erfahrung zurückgreifen. Mit Josef haben wir zudem einen hervorragenden Trainer an der Linie, der die neue Mannschaft bestens einstimmen wird.“ An dessen Seite gesellt sich eine weitere prominente Person des Rollstuhlbasketballs. Neuer Co-Trainer wird nämlich Frits Wiegmann. Der Niederländer verkörpert den Sport, wurde 1992 als Spieler sogar Olympiasieger und trainierte danach jahrelang die deutsche Nationalmannschaft sowie sein Heimatland und Belgien. Wiegmann steht für Konstanz (von 1992 bis 2018 in verschiedenen Diensten für den RSC Osnabrück aktiv) und hat ein feines Händchen im Umgang mit den Spielern. Deshalb ist auch Tarik Cajo, mittlerweile seit mehreren Jahren fester Bestandteil der heimischen Rollis, ist guter Dinge: „Das Abenteuer in der Bundesliga hat Lust auf mehr gemacht. Das wollen wir noch einmal erleben und werden dafür in der kommenden Saison alles geben.“

Ein Vorteil im Bundesliga-Unterhaus: Die 2. Liga ist zweigleisig, sodass Rahden in der Nordstaffel wieder etwas kürzere Reisen bevorstehen. In der vergangenen Saison galt es unter anderem den Weg nach München zu bestreiten, was für eine Rollstuhlbasketball-Mannschaft immer mit enormen logistischen Aufwand verbunden ist. Nun kommen die Gegner aus Essen, Warendorf, Osnabrück oder Hamburg. Der Präsident würde die Reisestrapazen aber wieder gerne auf sich nehmen: „Unser Motto lautet: ´Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg.´ Dafür werden wir alles geben und setzten natürlich auch wieder auf unsere großartigen Fans.“