Furiose Baskets erobern die Liga

Furiose Baskets erobern die Liga

Furiose Baskets erobern die Liga

Von Adrian Rehling

Es war nicht das Auftreten eines Aufsteigers, sondern einer innerhalb weniger Monate überaus gereiften Mannschaft. Die Baskets 96 Rahden besiegten in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga die Roller Bulls Ostbelgien mit 78:31 (47:17).

Nach dem bisherigen Saisonverlauf galten die heimischen Korbjäger als Favorit, wussten bis dato – bis auf wenige Ausnahmen – überaus zu überzeugen. Und davon war besonders im ersten Viertel gegen die Gäste aus dem Nachbarland einiges zu bewundern. Allen voran einer begeisterte: Mustafa Korkmaz. Der Spielmacher und Kapitän eröffnete den Offensivreigen mit gleich drei Dreiern in Serie. Innerhalb der ersten drei Minuten – ein geschichtsreicher Auftakt. Ohnehin war es der Tag des Baskets-Tempomachers, der am Ende auf hervorragende 31 Punkte kam.

Innerhalb der ersten zehn Minuten wurde ein 26:4-Vorsprung herausgespielt, der schon gleichbedeutend mit der Vorentscheidung war. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Rahdens Trainer Josef Jaglowski: „Das war wirklich ein herausragender Start. Nur vier Punkte in einem Viertel zuzulassen, ist in dieser Spielklasse schon außerordentlich.“ Was Jaglowski zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnte: Es sollte sich im Schlussabschnitt direkt noch einmal wieder holen, denn auch diesen entschieden die Baskets 96 mit 15:4 für sich.

Zwischenzeitlich wurde durch ein 21:13 im zweiten Viertel sowie 16:10 im dritten Viertel die Führung weiter in die Höhe geschraubt. Erfreulich: Auf Rahdener Seite kamen alle elf nominierten Akteure auf mindestens fünf Minuten Spielzeit, mit Korkmaz (31), Bandura (14) sowie Zantinge (11) punkteten drei Spieler zweistellig. Bei den Gästen aus Ostbelgien schaffte es kein Akteur zweistellig aufs Scoreboard.

Rahden klettert dank des Sieges und den gleichzeitigen Niederlagen der unmittelbaren Konkurrenz aus Hamburg, Hannover und Trier damit auf den dritten Tabellenrang. Dieser würde nicht nur den Sprung in die Pre-Playoffs bedeuten, sondern auch den Heimspielvorteil.

Einen leichten Vorgeschmack auf die heiße Phase um die deutsche Meisterschaft wird dann der nächste Spieltag liefern, wenn die Reise zum Tabellenzweiten und mehrfachen deutschen Meister Lahn-Dill geht. Zuvor haben die Baskets 96 allerdings ein spielfreies Wochenende und werde ihre eigene Reserve (moralisch) unterstützen – diese trifft nämlich am kommenden Wochenende im Pokal-Viertelfinale auf Hannover.

Baskets-Präsident Stephan Rehling rührt deshalb schon jetzt fleißig die Werbetrommel: „Es ist schon etwas kurios, dass die zweite Mannschaft diese Chance bekommt. Aber es ist und bleibt unser großer Traum, endlich einmal beim Final Four dabei zu sein.“ Dieser Traum kann am kommenden Samstag, ab 14 Uhr, in Erfüllung gehen.

Die Punkte erzielten: Mustafa Korkmaz (31), Krzysztof Bandura (14), Quinten Zantinge (11), Krzysztof Kozaryna (8), Bo Kramer (8), Victor Meza (4), Joost Morsinkhof (2), Tarik Cajo, Nermin Hujic, Amy Kaijen, Kallum Stafford.