Eine Entzündung stoppt den Pokal-Traum

Eine Entzündung stoppt den Pokal-Traum

Von Adrian Rehling

Das Final Four der vier besten (Pokal)-Teams Deutschlands war zum Greifen nahe – aber doch so weit weg. Die Baskets 96 Rahden müssen jedenfalls mindestens ein weiteres Jahr warten, um sich dafür zu qualifizieren. Für die Reserve setzte es im Viertelfinale eine 35:79-Niederlage gegen Bundesligist Hannover.

Die Entscheidung fiel im Grunde genommen schon vor dem Anwurf. Denn der ohnehin spärliche Baskets-Kader – durch die Pokal-Regelung auf sechs Akteure dezimiert – musste einen herben Rückschlag hinnehmen. Jost Moorsinkhof, einer der Topscorer der vergangenen Wochen, meldete sich am Morgen des Spiels verletzt ab. Eine Entzündung am Bein machte seinen Einsatz unmöglich. Damit musste die Rahdener Starting Five auch die kompletten 40 Minuten durchspielen, hatte keine Wechselmöglichkeit. „Gegen die United-Presse war das ein hoffnungsloses Unterfangen“, analysierte Baskets-Spieler Tarik Cajo später.

So war die Begegnung schon zur Pause entschieden. Hannover hatte sich eine komfortable 35:12-Führung erspielt und den Klassenunterschied deutlich gemacht. Allen voran Joe Bestwick war nicht zu stoppen, er kam am Ende auf herrausragende 39 Punkte. Am Ende von 40 einseitigen Minuten hatte Rahden besonders auf Grund der fehlenden Durchschlagkraft unter dem gegnerischen Korb keine realistische Chance auf den Einzug ins Final Four.

Dennoch zeigte sich Baskets-Präsident Stephan Rehling angetan von dem bisherigen Abschneiden der zweiten Mannschaft: „Die Saison ist völlig zufriedenstellend, sowohl in der Liga als auch im Pokal haben wir echt gute Leistungen gezeigt. Gegen Hannover hätte schon ein Wunder hergemusst, um unter diesen Voraussetzungen ins Final Four einzuziehen.“ Nun steht für die Reserve eine knapp einmonatige Winterpause bevor. Die erste Mannschaft hat derweil noch ein Spiel zu absolvieren, trifft am kommenden Wochenende auf den Tabellenzweiten Lahn-Dill. Dafür setzen die Rahdener einen Fanbus ein (Interessierte können unter 0171-4170452 anmelden). Rehling schwärmt: „Das wird ein echtes Erlebnis, vor 1000 Rollstuhlbasketball-verrückten Zuschauern.“