Das ungewöhnliche internationale Bundesliga-Heimspiel

Das ungewöhnliche internationale Bundesliga-Heimspiel

Das ungewöhnliche internationale Bundesliga-Heimspiel
Rahden (are). Es ist schon ein wenig kurios, was da an diesem Wochenende auf die Rahdener Rollstuhlbasketballer zukommt. Sie treffen nämlich in der Bundesliga auf ein belgisches Team – die Roller Bulls Ostbelgien (Samstag, 18 Uhr).
Da die belgische Liga nicht stark genug ist, spielen die Roller Bulls seit langer Zeit mit einer Genehmigung in der deutschen Liga. Zwar konnten die Ostbelgier erst ein Spiel gewinnen (gegen Schlusslicht Zwickau), sorgen aber dennoch für Bereicherung in der höchsten deutschen Spielklasse. Das sieht auch Rahdens von einer Bronchitis wiedergenesener Trainer Josef Jaglowski so: „Es ist eine interessante Truppe, die die weiten Reisen problemlos und gerne auf sich nimmt. Sowas kann nur gut für unseren Sport sein.“
Dennoch wollen die heimischen Baskets natürlich keine Gastgeschenke verteilen. Und damit zu rechnen ist ebenfalls nicht wirklich, zu deutlich war der 70:42-Erfolg im Hinspiel. Zu deutlich ist auch die Formkurve der beiden Teams: Rahden holte zuletzt drei Liga-Siege in Serie, während die Ostbelgier seit fünf Spielen ohne Erfolg sind.
„Wenn wir so weiterspielen wie in den vergangenen Wochen, dann sollte nichts anbrennen“, zeigt sich Baskets-Spielmacher Mustafa Korkmaz entsprechend selbstbewusst. Der Ball läuft gut in den Rahdener Reihen, am Abschluss wurde konzentriert gearbeitet, die Defense ist gefestigt – und auch das leichtfertige Verspielen von teils hohen Führungen scheint in den Griff bekommen zu sein. Beste Vorzeichen also, um den nächsten großen Schritt Richtung Playoffs einzufahren. Denn diese steuern die heimischen Korbjäger mit aktuell zwölf Punkten aus zehn Spielen und als Tabellenfünfter – punktgleich mit dem Dritten Hannover – an. Es wäre der nächste historische Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte.