4. Oktober 2019 twotypes

Baskets reisen zum Bundesliga-Duell nach Belgien

Rahden (are). Gleich zu Beginn der Saison 2019/20 haben die Baskets 96 Rahden eine englische Woche vor sich. Nach dem erfolgreichen Auftakt mit dem Sieg gegen Wiesbaden geht die Reise am heutigen Donnerstag zu den Roller Bulls nach Belgien (Anwurf 19:30 Uhr).

Eine Rollstuhlbasketball-Bundesliga-Begegnung im Ausland? „Das ist möglich, weil die Bulls mit einer Sondergenehmigung starten“, klärt Rahdens Präsident Stephan Rehling auf. „Dort wird gute Arbeit geleistet, deswegen freuen wir uns auf diese interessante Reise zu einem interessanten Gegner.“

Bei den Belgiern hat vor der Spielzeit ein Trainerwechsel stattgefunden, Jo Bongaerts übernahm das Amt von Stefan Veithen. Der neue Coach hat dabei einen großen Vorteil: Er kann auf das altbewährte Personal zurückgreifen, denn kein Akteur verließ die Mannschaft. Bongaerts sieht darin einen großen Pluspunkt: „Im Basketball sind Automatismen sehr wichtig, sodass dieses Eingespieltsein als Trumpf zu bezeichnen ist. Andere Teams beispielsweise haben größtenteils ihren Kader enorm umgekrempelt und müssen sich daher erst einmal finden.“

Gilt zum Teil auch für die heimischen Rollstuhlbasketballer. Dass das allerdings kein Nachteil sein muss, zeigten die Baskets 96 beim verdienten 72:60-Erfolg gegen die Rhine River Rhinos. Ganz im Gegensatz zu den Ostbelgiern, die in Hamburg eine empfindliche 47:82-Niederlage hinnehmen mussten.

Deshalb zeigt sich Rahdens Trainer Josef Jaglowski offensiv: „Als Matchplan gilt – wie immer -, dass wir unsere eigenen Stärken ausspielen wollen. Daran haben wir in der Vorbereitung wochenlang gearbeitet. Dann nur auf den Gegner zu achten, würde überhaupt nicht zu uns passen.“

Was allerdings hervorragend aus Baskets-Sicht passen würde, wäre der zweite Sieg im zweiten Spiel. Denn als Aufsteiger mit 4:0-Punkten zu starten, käme bereits einem großen Schritt Richtung anvisiertem Klassenerhalt gleich. Verzichten müssen die Rahdener auf Tarik Cajo, der die kommenden beiden Spiele privat verhindert ist. Der Rest des augenscheinlich hervorragend aufgestellten Kaders steht zur Verfügung, sodass Jaglowski annähernd aus dem Vollen schöpfen kann. Und das sollte gut genug sein, um im Ausland den nächsten Bundesliga-Sieg einzufahren.