Baskets-Gala bringt den Playoff-Traum so nah

Baskets-Gala bringt den Playoff-Traum so nah

Baskets-Gala bringt den Playoff-Traum so nah

Von Adrian Rehling

Für die Baskets 96 Rahden ging es im Heimspiel gegen die Doneck Dolphins Trier um so viel. Und sie gewannen quasi alles. Der Startplatz in der Endrunde der Rollstuhlbasketball-Bundesliga ist nach der 86:44-Machtdemonstration zum Greifen nahe.

Vom Hochball an dominierten die heimischen Korbjäger die Partie gegen den punktgleichen Tabellennachbarn. Ehe sich
die Dolphins versahen, hatte Rahden durch Mustafa Korkmaz und Krzysztof Bandura eine 9:0-Führung herausgeworfen. Das Duo drückte dem Spiel auch in den Folgeminuten seinen Stempel auf, bis zum 21:8 durfte auf Baskets-Seite nur Bo Kramer mit einem Korberfolg dazwischenfunken. Zu diesem Zeitpunkt hatte Korkmaz bereits elf Zähler auf dem Konto,
Bandura deren acht – während Wiesbadens komplette Mannschaft noch nicht einmal zweistellig erfolgreich war.
Im zweiten Viertel ging es so rasant weiter. Rahden überzeugte weiterhin in der Defense und zeigte sich im Angriff treffsicher. Zum Beispiel Kramer zum 25:8, Bandura zum 33:16, Zantinge zum 37:18 oder auch Korkmaz mit einem Dreier eine Sekunde vor Schluss zum 40:18-Halbzeitstand. Der Kapitän schwärmte nach der Partie: „Das war der Basketball, wie wir ihn immer spielen wollen. Ich denke, es hat allen Zuschauern eine Freude bereitet, dem Team bei dieser Performance zusehen zu dürfen.“ Doch anstatt den Vorsprung zu verwalten, legten die 96er im dritten Viertel noch einen obendrauf. Mit 27:12 ging der Abschnitt an die Gastgeber, die damit selbst ihren perfektionistisch veranlagten Trainer Josef Jaglowski in Ekstase versetzten: „An dieser Vorstellung gab es – leider – beinahe gar nichts auszusetzen“, schmunzelte der Coach.
Auch in der Schlusssequenz legte Rahden noch einmal nach, entschied den vierten Abschnitt mit 19:14 zum 86:44-Kantersieg für sich. Bei zwei Punkten Vorsprung auf den direkten Konkurrenten sowie einem machbaren Restprogramm an den verbleibenden beiden Spieltagen sollten sich die Baskets 96 den Playoff-Platz nicht mehr nehmen lassen. Es wäre ein weiteres Highlight in der jüngsten Erfolgsgeschichte des Vereins.
Die Punkte erzielten: Mustafa Korkmaz (37), Krzysztof Bandura (21), Bo Kramer (14), Jake Robinson (8), Quinten Zantinge (4), Krzysztof Kozaryna (2), Victor Meza, Kallum Stafford.

Baskets 96 Rahden II – BBC Münsterland 65:70 (29:39). Die Baskets-Reserve hielt gegen den Tabellenführer über weite Strecken ausgezeichnet dagegen. Einzig der Start wurde verschlafen – und das nutzte „Ex-Rahden“, wie die Münsterländer hin und wieder genannt werden, eiskalt aus.
Mit dem 21:11 nach dem ersten Viertel hatten die Gäste nämlich bereits den vorentscheidenden Vorsprung herausgespielt. Bärenanteil daran hatten die ehemaligen Baskets-Akteure Sören Müller sowie Jens Wibbelt, die kaum in den Griff zu bekommen waren. Neben Müller und Wibbelt spielten mit Jörg Heichel, Michael Niehaus und Konstantinos Tsatsoulis gleich drei weitere Münsterländer vor nicht allzu langer Zeit noch für Rahden. Es war daher ein freundschaftliches, aber dennoch hochklassiges und insbesonders spannendes Duell der beiden Teams. Beim 37:39 waren die heimischen Baskets zwar wieder dran, doch es gelang ihnen in der Folgezeit einfach nicht, aus dem Rückstand mit Schlagdistanz mal eine Führung zu kreieren. Am Ende stand daher ein knapper, aber verdienter Erfolg für den BBC.
Die Punkte erzielten: Joost Morsinkhof (20), Krzysztof Kozaryna (12), Jake Robinson (10), Elvis Fakic (9), Agris Lasmans (7), Tarik Cajo (4), Philipp Gaskell (2), Kallum Stafford (1).