19. Oktober 2019 Tarik Cajo

Baskets empfangen BG Baskets Hamburg

Baskets 96 vor richtungsweisendem Duell

Von Adrian Rehling

Die dramatische 63:65-Niederlage in Hannover tat weh, ist aber mittlerweile aufgearbeitet. Zumindest hoffen sie das bei den Baskets 96 Rahden vor dem wichtigen Bundesliga-Heimspiel gegen die BG Baskets Hamburg (18 Uhr).

Bei den Niedersachsen war der dritte Sieg im vierten Saisonspiel zum Greifen nahe, ehe die Rahdener in der Schlussphase gleich mehrfach gute Chancen liegen ließen – und obendrein von einer Fehlentscheidung entscheidend benachteiligt wurden. „Solche Dinge können passieren, davon dürfen wir uns jetzt nicht weiter beeinflussen lassen. Abhaken, unser Ding durchziehen, wieder bei 0:0 anfangen“, gibt Trainer Josef Jaglowski als einfache, aber wichtige Maßnahme voraus.

Diese Konzentration ist gegen den Tabellennachbarn aus dem Norden auch von Nöten. Beide Mannschaften haben jeweils 4:4-Punkte auf dem Konto, der Sieger dieser Begegnung kann sich bereits einen komfortablen Vorsprung Richtung bedrohter Zone verschaffen. Und gleichermaßen ein wenig Richtung ganz anderer Ziele schielen, denn die Plätze drei bis sechs berechtigen zum Einzug in die Viertelfinal-Playoffs. Rahden ist in der noch jungen Phase aktuell Vierter, führt damit das breite Feld der möglichen Playoff-Kandidaten an.

Bei den Hamburgern gilt es vor allem auf Reo Fujimoto zu achten. Beim ebenfalls spektakulären 78:76 gegen Hannover (nach Verlängerung) erzielte die Nummer 13 der BG starke 30 Punkte, fischte 13 Rebounds und hatte zehn Assists auf dem Konto. Ein im Rollstuhlbasketball seltenes Triple-Double. Die heimischen Baskets sind dementsprechend gewarnt: „Reo gilt es auszuschalten, er ist der Dreh- und Angelpunkt. Gelingt uns das, ist die wichtigste Aufgabe mit Blick auf den Gegner erledigt“, sagt Rahdens Kapitän und Spielmacher Mustafa Korkmaz. Er selber hofft auf seine Rückkehr in den Kader, nachdem er die beiden vergangenen Spiele wegen eines Autounfalls verpasste.

Bei der Baskets-Reserve läuft derweil alles traumhaft. Zum Start einen Kantersieg gegen Hannover II eingefahren, am vergangenen Wochenende sensationell Bundesliga-Absteiger Köln mit 59:47 besiegt. „Mit einer Rumpftruppe“, schmunzelte Tarik Cajo. Er war Teil des nur Fünf-Mann-Kaders, der mit seinem Team im Rheinland eine blitzsaubere Vorstellung ablieferte. Nun soll nachgelegt werden mit dem dritten Sieg im dritten Spiel.

Zu Gast sind die Ahorn Panthers aus Paderborn, die einen turbulenten Auftakt erlebten. Gegen Köln nur knapp mit 50:54 unterlegen, in Hannover die Partie mit 0:20 gegen sich gewertet bekommen. Der Grund: Eine fehlende Mannschaftsliste, in der alle Spieler eingetragen werden müssen, die in der Liga zum Einsatz kommen sollen. Ohne die Liste war keiner der Akteure spielberechtigt. Die Paderborner werden also mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch nach Rahden reisen.