Baskets 96 starten mit herber Enttäuschung

Baskets 96 starten mit herber Enttäuschung

Westfalen Blatt:

https://m.westfalen-blatt.de/Lokalsport/Kreis-Minden-Luebbecke/Rahden/4106012-Rollstuhlbasketball-Baskets-96-Rahden-verlieren-in-Hamburg-Cajo-im-Doppeleinsatz

Von Adrian Rehling

Das hatten sie sich bei den Baskets 96 Rahden ganz anders
vorgestellt. Zum Start in 2020 setzte es eine 65:72-Niederlage in Hamburg.
Schon vor dem Anwurf bei den Hanseaten gab es den ersten Nackenschlag zu verkraften, denn mit Bo Kramer und Amy

Kaijen fielen beide niederländische Frauen auf Grund eines Trainingslagers bezüglich Olympia in Tokio aus.
Ebenso musste der Kallum Stafford, ein weiterer Lowpointer aus dem Stammkader, wegen einer Verletzung am Ellenbogen, pausieren.
Und so rückte Tarik Cajo, am Tag zuvor noch als Kapitän der siegreichen Reserve auf der Platte, plötzlich in die Starting Five.
Cajo war es auch, der mit seinem verwandelten Freiwurf zum
3:2 für die erste Rahdener Führung sorgte.

Zu diesem Zeitpunkt waren bereits knapp drei Minuten gespielt, ein zerfahrener Beginn der beiden Teams. Die heimischen
Korbjäger trafen nur einen der fünf Korbversuche, sodass
sich nur wenig später Trainer Josef Jaglowski gezwungen sah, früh die erste Auszeit zu nehmen. Nach nur sechs Minuten.
Doch diese verfehlte die Wirkung, Hamburg zog von 8:7 auf
12:7 davon. Auch beim 17:11 lagen die Gastgeber vorne, ehe
Rahden einen bärenstarken Lauf hinlegte. Mustafa Korkmaz
mit einem Dreier sowie Quinten Zantinge mit zwei
verwandelten Freiwürfen verkürzten bis zum Ende des ersten
Viertels auf 16:17.
Als dann Korkmaz zu Beginn des zweiten Abschnitts binnen
28 Sekunden gleich zwei Dreier versenkte und Victor Meza
zum 24:17 für die Baskets 96 nachlegte, schien die Initialzündung gestartet worden zu sein. Doch weit gefehlt: Hamburg nahm eine Auszeit, kam in deren Folge nicht nur auf 23:24 heran, sondern erspielte sich sogar
bis zur Halbzeitpause eine 34:30-Führung.

In der Rahdener Kabine fielen deutliche Worte.
Das Problem: Diese änderten nichts an der ungewohnt schwachen Vorstellung. Hamburg zog im dritten Viertel auf 42:32 davon, am Ende des Abschnitts stand es 51:44 für den
leichten Außenseiter.
Auf Seiten der Rahdener keimte die
Hoffnung noch einmal auf, als Krzysztof Bandura und Quinten Zantinge binnen weniger Sekunden den Abstand auf
nur noch drei Punkte verkürzten. Doch anstatt sich nun in einen kleinen Rausch zu fighten – da es spielerisch ohnehin nicht klappen wollte -, mussten die 96er beim
50:61 sogar einem zweistelligen Rückstand
hinterherhecheln.
Daraus wurde in den verbliebenden fünf
Minuten nichts mehr, sodass nach enttäuschenden 40 Minuten
eine 65:72-Niederlage stand.
Ein herber Rückschlag im Kampf um einen der Playoff-Plätze, denn durch den Sieg schiebt sich Hamburg als direkter Konkurrent wieder auf zwei Zähler heran.

Am kommenden Spieltag sieht es nach einer schier unmachbaren Aufgabe auf, dann kommt der verlustpunktfreie Spitzenreiter Thuringia Bulls in die Auestadt.

Die Punkte erzielten: Mustafa Korkmaz (16), Krzysztof Bandura (13), Quinten Zantinge (11), Victor Meza (10), Krzysztof Kozaryna (8), Jake Robinson (6), Tarik Cajo (1),
Nermin Hujic, Joost Morsinkhof (n.e.), Elvis Fakic (n.e.).