Baskets 96 setzen Playoff-Zeichen

Baskets 96 setzen Playoff-Zeichen

Baskets 96 setzen Playoff-Zeichen

Von Adrian Rehling

Sie gingen als Favorit in die Partie – und wurden nach leichten Startschwierigkeiten ihrer Rolle gerecht. Die Baskets 96 Rahden gewannen in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga beim zweifachen deutschen Meister Zwickau am Ende souverän mit 66:54 (31:28).

Ungewohnterweise stand nicht Josef Jaglowski an der Linie, sondern Frits Wiegmann ersetzte den Cheftrainer. Die Marschroute war aber dennoch klar erkennbar: Der „Zirkulations-Basketball“. Rahden lässt den Ball unter der Regie von Jaglowski mächtig laufen, das Give-and-Go funktioniert immer besser. Gegen die BSC Rollers stand daher auch nach den ersten zehn Minuten ein 19:13 auf der Anzeigetafel. Einzig im zweiten Viertel war ein kleiner Hänger drin bei den Baskets 96, sodass die Sachsen zur Pause bis auf drei Punkte herankamen. „Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, unseren Stil weiter durchzuziehen. Denn dann sollten wir als Sieger von der Platte gehen“, war sich Co- und Interimstrainer Wiegmann sicher.

Dies bewahrheitete sich dann auch mit einem starken dritten Viertel. Rahden bestimmte das Tempo, brachte sich unter dem Korb deutlich besser in Wurfposition – und nutzte vor allem auch seine Chancen. Mit einem 21:11 in diesem Abschnitt wurde die Vorentscheidung herausgespielt, phasenweise führten die heimischen Korbjäger mit 18 Punkten. Hintenraus wurde das Ergebnis dann etwas knapper, als es das Spielgeschehen eigentlich wiederspiegelte. Dennoch konnte mit dem 66:54 ein auch in der Höhe vollig verdienter Auswärtssieg herausgeworfen werden.

Damit beenden die 96er die Hinrunde auf einem hervorragenden fünften Platz. „Als Aufsteiger mit einer Playoff-Platzierung nach der Hinserie, das hätten sich viele vor der Saison sicherlich nur erträumen lassen“, nahm Präsident Stephan Rehling die Nachricht in seinem Kanaren-Urlaub begeistert zur Kenntnis. Kapitän Mustafa Korkmaz, der selbst zwei Minuten vor Schluss – trotz hoher Führung – mit vollem Ehrgeiz bei der Sache war und sogar noch ein technisches Foul kassierte, war ebenfalls angetan: „Wir dürfen einfach zu keiner Phase der Partie beziehungsweise der Saison locker lassen, denn dann kann der Schuss schnell nach hinten losgehen. Das haben wir in den vorherigen Spielen zu spüren bekommen – und wollen es in Zukunft vermeiden.“ Die nächste Chance dazu bietet sich bereits am kommenden Wochenende, wenn die Reise zu Beginn der Rückrunde zum unmittelbaren Tabellennachbarn aus Wiesbaden geht.

Die Punkte erzielten: Krzysztof Bandura (16), Quinten Zantinge (16), Mustafa Korkmaz (14), Bo Kramer (10), Kallum Stafford (4), Nermin Hujic (2), Phil Gaskell, Ami Kaijen, Victor Meza, Joost Morsinkhof.