2020 beginnt direkt mit einem Baskets-Kracher

2020 beginnt direkt mit einem Baskets-Kracher

Rahden (are). Das erfolgreichste Jahr der 23-jährigen Vereinsgeschichte ist nun hinüber. Zeit, neue Erfolgserlebnisse zu schreiben. Den Anfang dazu wollen die Baskets 96 Rahden in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga an diesem Samstag (18 Uhr) gegen Hannover United machen.

Es könnte tatsächlich noch ein Sahnehäubchen für die heimischen Korbjäger obendrauf geben. Nämlich dann, wenn der derzeitige Tabellenplatz verteidigt wird. Dieser würde zur Teilnahme an den (Pre-)Playoffs berechtigen, Rahden wäre damit unter den besten sechs deutschen Rollstuhlbasketball-Mannschaften vertreten, die um die Titelehre spielen. „Das wäre für uns tatsächlich eine riesige Ehre“, sagt auch Baskets-Präsident Stephan Rehling. Nicht aber, ohne zugleich eine Warnung auszusprechen: „Noch haben wir Nichts erreicht.“
Vorsichtige Töne, wie sie es in Rahden immer machen. Doch ein Blick auf die Tabelle zeigt: Nach zwei Drittel der Saison sind die Chancen auf den nächsten riesigen Erfolg groß. Noch größer könnten sie werden, wenn gegen den Erzrivalen aus Niedersachen ein gelungener Start ins neue Jahr gelänge. Doch der Konjunktiv sagt es schon aus: Gegen Hannover zu gewinnen, ist eine immense Aufgabe. Immer wieder trafen sich die beiden Teams in den vergangenen Jahren, immer waren es packende Begegnungen, die nicht selten in wahren Krimis endeten.
Allzu oft – zumindest aus heimischer Sicht – allerdings mit Hannover als Sieger. So auch im Hinspiel, als sich United mit 65:63 durchsetzen konnte. Auch deshalb sind die Rahdener „heiß“, wie Kapitän Mustafa Korkmaz verrät: „Wir wollen diesen Fluch endlich beenden. Da spielt natürlich auch der Kopf eine große Rolle. Wir müssen dafür bereit sein, Hannover in so einem wichtigen Spiel endlich mal zu schlagen.“
Die Laune im Baskets-Kader ist jedenfalls bestens. Ein Großteil der (internationalen) Akteure verbrachte Weihnachten in der Heimat, tankte neue Kraft – und alle sind wohlbehalten wieder nach Rahden zurückgekehrt. Damit kann Trainer Josef Jaglowski auf seinen gewohnt starken Kader zurückgreifen. Und ist ebenfalls guter Dinge: „Mein Gefühl sagt mir, dass wir jetzt einfach mal dran sind.“